Zuhause

Es ist bereits dunkel, als wir ankommen. Völlig verknautscht klettere ich über den Kindersitz neben mir. Ich klopfe mir ein paar Krümel vom Po, die auf der gesamten Rückbank verteilt sind und uns durch den Stau gerettet haben- ein Hoch auf Pausen- und Stausnaks.

Ich habe immer noch den Paw Patrol Introsong (von gefühlt hundert Folgen Hörspiel!!!) im Ohr und weiß: „Hilfe holen ist ganz leicht! Ein Anruf reicht!“. Leider habe ich die Nummer von Ryder & Co nicht und so schleppen wir unser Gepäck alleine zum Haus und die Treppen hoch. Dabei feuere ich die Kinder an, die zum Glück gerade wach geworden sind und selber laufen müssen (das mit dem schlafend stellen, damit man hochgetragen wird, haben sie noch nicht so ganz raus).  Wir sind alle übermüdet, verschwitzt und nörgelig – so wie das nach langen Autofahrten eben ist.

Ich kruschtle den Schlüssel aus der Hosentasche und versuche dabei nichts fallen zu lassen. Der Schlüssel klemmt kurz aber dann mache ich schwer bepackt den ersten Schritt in die Wohnung. Nach ein paar Sekunden, in denen sich alles fremd und vertraut zugleich anfühlt halte kurz die Luft an, wie jedes Mal, wenn wir ein paar Tage unterwegs waren. Ich inspiziere die Wohnung und atme erleichtert aus, als ich merke, dass zwischenzeitlich keine größere Katastrophe passiert ist.

Und dann kommt der Moment, den ich so sehr liebe. Sogar noch ein bisschen mehr als verreisen oder im Urlaub sein. Wenn ich die Taschen im Flur fallen lasse und weiß: ich bin Zuhause!

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