Willkommen

Was für eine schöne Jahreslosung wir in diesem Jahr doch haben!

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Johannes 6,37

Während ich diese Worte lese, da taucht vor meinen Augen ein Bild auf. Wie ich bei Jesus vor der Haustüre stehe. Wie er mir seine Arme zu einer herzlichen Umarmung entgegenstreckt und meine gestotterten Entschuldigungen: „Ich habe nichts mitgebracht und wahrscheinlich komme ich ganz ungelegen. Wir hätten einen Termin ausmachen sollen, vielleicht gehe ich lieber wieder.“ Ich höre von drinnen Stimmen und es ist mir ganz schrecklich peinlich, geklingelt zu haben. Wie es aussieht, hat er Besuch. Ich bin ganz unpassend angezogen, denke ich.

Und dann sehe ich sein Lachen, mit dem er all meine Zweifel abwürgt und mir versichert: „Du bist willkommen. Immer. Genauso, wie du jetzt bist. Mit regennasser Jacke und viel zu dreckigen Schuhen. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Wegen einem Notfall oder einfach nur so zum Zusammensein.“

Und ich glaube, wenn ich reingehe, dann sehe ich die anderen. Versammelt um den großen Tisch. Die, die genauso unpassend angezogen sind und ganz ähnliche Entschuldigungen gestottert haben. Die zu kleinen, zu kaputten, zu lauten. Die, die nicht passen. Die bei denen ich mir zweimal überlegt hätte, ob ich sie reinlasse oder nicht und die, bei denen meine Türe zugeblieben wäre.

Das ist eines der Dinge, die ich am meisten an Jesus liebe. Dieses Bild von ihm: wie er an einem großen gedeckten Tisch sitzt und all die Menschen, die er um sich herum versammelt hat. Zöllner und Huren, Hirten, Besessene und Kranke, Kinder, Zweifler und die, die ihn verleugnen. Und den Platz, den er mittendrin freigehalten hat, weil er gehofft hat, dass ich heute auch komme und er mich willkommen heißen kann.

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