Eigentlich…

Eigentlich wollte ich diese Woche darüber schreiben, wie ich Jesus (im Lobpreis) suche. Denn eigentlich wollte ich meine kleine Fastenaktion vom letzten Jahr weiterführen.

Und ich wollte, nachdem ich diesen tollen Artikel von Veronika Smoor gelesen habe, Kaffee fasten. Um mich daran zu erinnern, dass das ein kleiner großer Luxus in meinem Leben ist, der nicht selbstverständlich ist und für den ich dankbar sein darf.

Eigentlich…

Das mit dem Kaffee habe ich drei Tage lang durchgezogen und mit dem Buch habe ich noch nicht mal angefangen. Stattdessen surfe ich mich durch sämtliche Gartenvideos die ich auf Youtube finden kann. Ich google „Solidarische Landwirtschaft“, „Permakulturgarten“ und träume von eigenen Hühnern. Ich ziehe Tomaten vor – viel mehr als jemals in unseren Garten passen werden – mache Sauerteig und folge jedem zweiten Garten-Account, den ich bei Instagram finden kann.

Weil es das ist, was ich so tue, wenn die Welt um mich herum im Chaos versinkt. Wie vor zwei Jahren, als der erste Lockdown kam und wir jeden zweiten Tag in den Garten geradelt sind und ich versucht habe, Frischkäse zu machen.

Weil es hilft, etwas mit den Händen zu tun.

Weil ich unbedingt glauben will, dass selbst aus dem Dunkel etwas Gutes wachsen kann.

Weil ich Hoffnung und Güte so gerne auf meiner Fensterbank vorziehen würde.

Und weil ich so gerne an ein gutes Morgen glauben möchte.

Und vielleicht ist der Anfang dieser Fastenzeit auch die kleine Erinnerung daran, dass es ok ist, es nicht zu schaffen und Dinge nicht hinzubekommen.

Und falls du jetzt auch Lust auf Gartenvideos bekommen hast, dann kannst du schon mal auf die nächste „Leseecke“ gespannt sein .

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