Auf der Suche nach Barmherzigkeit

Ich bin auf der Suche nach Barmherzigkeit. Warum weiß ich nicht so genau. Es ist nicht so, dass mich dieses Wort besonders gepackt hätte. Es ist keines dieser großen Worte, die einen anspornen und es innerlich kribbeln lassen. Worte wie Mut, Hoffnung, Neubeginn, Freude, Aufbruch… ihr wisst was ich meine.

Zum ersten Mal ist es mir dieses Jahr in der Jahreslosung begegnet. „Joa nett“, dachte ich wenig begeistert. Aber seitdem verfolgt es mich. Wie ein jüngerer Bruder, der so lang an der Hose zupft, bis man doch mit ihm spielt.

Barmherzigkeit. Das ist kein Bestandteil meines aktiven Wortschatzes. Ich weiß nicht mal, was das so richtig bedeuten soll. Auch die Suche nach dem Gegenteil (Unbarmherzigkeit) und Synonymen (Milde, Güte, Erbarmen) helfen mir diesmal nicht.

Schon komisch, dass ich mit diesem Wort so wenig anfangen kann. Dabei ist es eines der Worte, die so oft gebraucht werden, um Gott zu beschreiben. Und beim Nachdenken darüber, dass Gott dieses Wort ziemlich wichtig sein muss, beginnt es dann doch ein bisschen zu kribbeln. Was, wenn ich auf der Suche nach Barmherzigkeit auch Jesus finde? Wenn ich etwas über ihn lerne, das mir bisher fremd war? Oder ganz vertraut, nur hatte ich keine Worte dafür?

Also mache ich mich auf die Suche.
Vielleicht finde ich sie unterwegs, die Barmherzigkeit.

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