Nudelsuppe

Vor ein paar Tagen habe ich einen großen Topf Nudelsuppe bei meiner Mama bestellt. Und ich habe meiner Freundin eine Nachricht geschickt: „Ich brauch jemand zum Reden!“ Ich habe kein nettes „wenn es keine Umstände macht…“ drangehängt und auch kein „wenn es dir irgendwann mal passt…“ Normalerweise verschicke ich solche Nachrichten nicht. Denn damit verbunden ist das Eingeständnis: ich schaffe es nicht alleine.

Das sind keine Worte, die leicht über die Lippen gehen. Es nicht hinzubekommen, es nicht zu schaffen, ist nichts was, man gerne zugibt. Manchmal scheint es, als ob alle um uns herum das Leben mit all seinen Hindernissen mit links wuppen.

„Du musst dich einfach ein bisschen mehr anstrengen!“ „Sei nicht so ein Mimöschen, andere schaffen ganz Anderes.“   Wenn ich nicht aufpasse, dann schleichen sich diese Gedanken leise von meinem Kopf in mein Herz. Wir tragen die Tatsache, niemanden zu brauchen, wie eine Medaille vor uns her, bestätigt sie uns doch, dass wir stark und unabhängig sind. Und wer ist das nicht gerne.

Aber vielleicht dürfen wir ein wenig öfter um Hilfe bitten. Nicht warten, bis uns jemand Hilfe anbietet, sondern ganz unverschämt nach Hilfe fragen. Und damit eingestehen: ich schaff das nicht alleine.

Denn vielleicht sind wir gar nicht dafür gemacht, es alleine zu schaffen.

Ich wollte dieses Jahr die Reise genießen.

Vielleicht heißt das auch ab und zu jemand zu bitten, ein kleines Stückchen mitzugehen und einem dem Rucksack zu tragen. Dann, wenn er gerade zu schwer scheint.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.